Kunststoffverpackungsindustrie auf dem Weg in die Zukunft

Die Krise auf dem Papiermarkt spitzt sich weiter zu
25. März 2022

Kunststoffverpackungsindustrie auf dem Weg in die Zukunft

Kunststoffverpackungs-Hersteller engagieren sich mit der Entwicklung neuer Produkte für den Schutz der Verbraucher, der Meere und des Klimas. Die Branche hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt:  1 Mio. t Recyclateinsatz und 90% recycling- oder mehrwegfähige Haushaltsverpackungen bis zum Jahr 2025.

 

Eine Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung belegt den Weg der Kunststoffbranche in Deutschland und Europa zu mehr Nachhaltigkeit:

Insgesamt ist ein höherer Anteil von Recyclaten in den Verpackungen zu verzeichnen. Die Nachfrage nach recyclingfähigen Verpackungen ist allein innerhalb von zwei Jahren um 18% gestiegen, zugleich ist der Verbrauch an Kunststoffverpackungen gesunken.

Lt. der Studie ist der Anteil recycling- oder mehrwegfähiger Haushaltverpackungen aus Kunststoff von 75% im Jahr 2016 auf 81% im Jahr 2020 gestiegen und steigt weiter. Insbesondere Innovationen in der Produktentwicklung sind dafür verantwortlich. Die größte Hürde ist und bleibt allerdings noch bestehen: Die Beschaffung hochwertiger Recyclate für Lebensmittelverpackungen.

Die Entwicklung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sowie neuer Verpackungen schreitet fort und hat einen großen Anteil an der Erreichbarkeit der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Hierbei bleibt natürlich auch der Wunsch nach einer sachlichen, weniger emotional geführten Diskussion des Nachhaltigkeitsthemas ein großer Wunsch der Branche, die sich nach Kräften bemüht,Transparenz, Glaubwürdigkeit und einen partnerschaftlichen Dialog aufrecht zu erhalten.

Ob Kunststoff oder Papier – die Recyclingfähigkeit hängt an Additiven

 Kunststoffe sind im Verpackungssektor weiterhin ein wesentlicher Rohstoff.

Die hohe Recyclingfähigkeit bei niedrigem Preis und die Vielfalt der Verwendungs-möglichkeiten sind für die Verpackungsindustrie, insbesondere im Lebensmittel-bereich, die stärksten Argumente.

Sofern bei der Herstellung von wiederverwendbaren Plastikverpackungen definierte Nutzungsszenarien eingehalten werden, ist die Wiederverwendbarkeit von Plastik problemlos zu realisieren. Somit kann ein funktionierender Kreislauf der Wiederverwendung inszeniert und in Gang gehalten werden.

 

Monokunststoffe in stärkenoptimierten Ausführungen können hierbei einen wichtigen, zusätzlichen Beitrag für mehr Ökologie in Bezug auf die biologische Abbaufähigkeit darstellen, sofern auch die Additive unproblematisch für das Recycling sind.

Hierbei ist die chemische Struktur des Materials ausschlaggebend: Nur wenn der Kunststoff vollständig in seine chemischen Bestandteile zerfallen kann, ohne dass schädliche Nebenprodukte entstehen, kann man von einer biologischen Abbaufähigkeit sprechen.

Dies kann auf einige Kunststoffe sehr gut zutreffen, während gerade bei Papier ein Problem auftreten kann.

 

Sowohl beim Recycling wie auch bei der biologischen Abbaubarkeit verbauen Additive der Wiederverwertung von Papier den Weg: Durch den Zusatz von bedenklichen Stoffen wie Pigmenten zum Aufdruck oder Materialmixen wie Beschichtungen für die Lebensmittelindustrie, können unerwünschte Stoffe in das Material eindringen und es damit für die Wiederverwertung unbrauchbar machen. Dies kann bis zum Gesundheitsrisiko gehen.

Ein Lösungsweg kann hierbei die konsequente Verwendung von Farben auf Sojabasis oder auch einmal das Weglassen eines Aufdrucks sein. Im Sinne der Wiederverwendbarkeit wäre dies ein riesiger Sprung, der mehr Möglichkeiten eröffnen kann.